Bundesbankbunker Cochem

Arbeitstitel: Erinnerungen an eine kalte Zeit

Tags: Gebäude Euclid interdimensional scp deutsch (bunker? unterirdisch? atomare)

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Bundesbunker2.png

Hauptgang des Bunkers. Türen auf der linken Seite führen zu diversen Dekontaminationsräumen.

Objekt-Nr.: SCP-XXX-DE

Klassifizierung: Sicher Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Das 8700 Quadratmeter große Grundstück ist mit Tarnwohnhäusern als Hotel und der Bunker selber als Museum getarnt.

Es befindet sich immer mindestens ein Dimensionsexperte, ein Medizinischer Experte, zwei IT-Beauftragte, drei Sicherheitsangestellte und fünf Mechaniker zu allen Zeitpunkten in SCP-XXX-DE. Erkundungen in die Anderswelt dürfen nur von D-Klasse-Personal oder von Mitgliedern der MTF DE2-𝔄 (7-Alice "Tief in Reinekesbau") durchgeführt werden. In Ausnahmefällen wie Erkundungen werden MTF-Trupps geschickt. Das Verlassen des Bunkerkomplexes in der Anderswelt soll mit von der Foundation modifizierten Strahlenschutzanzügen des Typs RH-A4/XXX

Beschreibung: SCP-XXX-DE designiert den Bundesbankbunker in Cochem, eine ehemaligen Bunkeranlage, welche aus dem Kalten Krieg stammt. Der Bunker wurde zwischen 1962 und 1964 gebaut und wurde hauptsächlich für die Lagerung von großen Mengen an Geld (bis zu 15 Milliarden D-Mark) errichtet. Die Aufnahme von bis zu 150 Anwohnern (~50 Mitarbeiter eingeschlossen) ist auch möglich, allerdings nur als sekundäre Funktion, weswegen diese relativ eingeschränkt ist. Bis auf einen Abschnitt ist der Bundesbankbunker Cochem nicht anomal.

SCP-XXX-DEs Anomalie manifestiert sich nur, wenn die Bunkeranlage um exakt 0300 Uhr abgeriegelt wird1 und wenn alle internen Funkanlagen (insgesamt vier) aktiviert werden.

Funkanlage.png

Die Funkanlage innerhalb des Büros des Bunkerdirektors. Daneben (links) befindet sich eine Deutschlandkarte.

Erfolgt die Prozedur korrekt, so verriegeln sich alle Türen selbstständig. Exakt 4 Minuten später vernehmen die Personen in dem Raum, in welchem sie sich gerade befinden, einen durch die Wände gedämpften Knall, der von einer Erschütterung und einem kurzen Erdbeben begleitet wird. Die Tür wird sich selbst entriegeln und einen Spalt aufgehen. Ab diesem Zeitpunkt befinden sich die Personen in einer alternativen Dimension, die in diesem Dokument als "Anderswelt" referenziert wird.

Es wird theoretisiert, dass besagter "Knall" von einer fallenden Atombombe stammt. Diese Theorie wird dadurch bestätigt, dass die Anderswelt ein radioaktives Ödland ist und scheinbar ein „Nuklearer Winter“ herrscht. Versuche dieses Gebiet zu verlassen waren bisher nicht erfolgreich, da die Personen, die versuchen, den Bunker zu verlassen, meist an Strahlung und dessen Folgen sterben2. Der einzige Weg, dass Menschen den Bunker verlassen können, ist das Mitbringen von neuen, modernen Atomschutzanzügen. Sollte eine neue Gruppe an Personen die Anderswelt betreten, so fällt eine neue Atombombe, was die Strahlung nur nochmal stärkt. Von Strahlenmessgeräten, welche an der Oberfläche plaziert sind, konnte gemessen werden, dass die Bomben ca. 250 Kilotonnen an Sprengkraft besitzten. Kameras, welche an der Oberfläche platziert wurden, zeigten, dass die Atombombe einer RDS-27 sehr ähnelt. Sobald ein Mensch sich weiter als zwei Kilometer von Cochem entfernt, wird man ohnmächtig. Der Körper verschwindet und man wacht außerhalb des Nuklearen Winters auf. Sollte man danach Cochem wieder betreten, passiert nichts - man befindet sich wieder in dem normalen Universum. Es ist bisher unbekannt, wie diese Dimensionstransportation zustande kommt. Auch kann es in der Anderswelt regnen, bei welchem der pH-Wert bei 3,2 liegt, was zu einer überaus schädlichen Regensubstanz führt. Die Schutzanzüge wurden so ausgebaut, dass sie diesen "Säureregen" standhalten können.

Innerhalb des Anderswelt-Atombunkers wurden diverse Änderungen vorgenommen. Zu diesen zählen:

  • Eine Neuisolierung des Bunkers von Außen für einen erhöhten Strahlenschutz.
  • Der Anbau mehrer Forschungs- und Testräume sowie einigen Zellen.
    • Ein Zellkomplex wurde speziell für SCP-XXX-DE-A-7-Instanzen gebaut.
  • Eine Konstruktion, die scheinbar für eine Waffe in Form einer Kanone gedacht war, die aber fehlt.

Im Labor wurden verschiedene Dokumente entdeckt, die sich auf die Anomalie von SCP-XXX-DE beziehen. Einiges scheint auf schon auf vorausgehende Eindämmungs- oder Nutzungsversuche andere Gruppierungen hinzudeuten. Alle Gruppen, darunter auch drei alterantive Version der Foundation, eine der GOC und ein von Abteilung XXV, beschrieben die Probleme, SCP-XXX-DEs Existentes geheim zuhalten. Teile dieser Dokumente wurden für dieses Dokument übernommen.

Nach intensiven Studium der mir vorgelegten Dokumente aus der Realität-1XXX-DE, mit der SCP-XXX-DE verbunden ist, bin ich zum Ergebnis gekommen, dass die Dokumenten nicht die in Realität-1XXX-DE Version der Gruppen stammt. Ich will damit sagen, dass wir nicht die ersten sind, die Versuchen diese Anomalie einzudämmen, schlimmstenfalls nicht male die letzten.

~ Prof. Dr. Waser, Experte für Alternative Realitäten und Gruppen

Nachtrag XXX-DE-1: Nach mehrmaligen Erkundungen, wurde ein Nebeneffekt entdeckt, der die Psyche von Personen, die in der Anderswelt waren, beeinflusst und mit jedem Mal verstärkt wird. Die Personen versuchen vermehrt zurück zu SCP-XXX-DE zu gelangen und beginnen eine Faszination für die Anderswelt zu entwickeln. Bisher überschritt dies nie einen kritischen Punkt.


Erkundungsteams berichten von sowohl körperlosen als auch körperlich präsenten Entitäten in der Anderswelt. Der Sammelbegriff für alle dokumentierten Erscheinungen ist SCP-XXX-DE-A, differenziert durch eine folgende Nummer. Es wurden zur Zeit 5 ██ Instanzen von SCP-XXX-DE-A katalogisiert. Was folgt sind die wichtigsten:

SCP-XXX-DE-A Codename Beschreibung Anmerkung
XXX-DE-A-1 Die Beobachterin Viereinhalb Meter große weibliche Entität; schmale Gesichtszüge; dürre Statur, wobei Hände Verhältnismäßig groß und Finger lang sind, die Beine laufen spitz zu und mit weissem Chitin geschützt; nimmt Personal nicht wahr ignoriert Personal meistens; kann nicht sprechen, nutzt aber Funkgeräte und ähnliches, um zu kommunizieren; gegenüber dem Personal bisher freundlich; reagiert aggressiv auf Gewalt gegen jegliche Lebensform in Anderswelt; Fungiert als ein Art Königin; Interaktionen müssen genehmigt werden
XXX-DE-A-2 Die Soldaten Menschenartige Wesen, die Soldaten, meistens der Bundeswehr, ähneln; Rüstungen und Uniformen sind aus einem chitinartigem Material gefertigt; beachten normalerweise das Personal nicht; fähig zu sprechen, was aber nur spärlich genutzt wird Nicht direkt gefährlich, es wird aber geraten den Entitäten aus dem Weg zu gehen; Waffen und Werkzeug sollen, wenn möglich, gesichert werden
XXX-DE-A-3 Überlebende Dunkle, grob menschliche Gestalten, häufig in einer nach vorne gelehnten Haltung; äußern zusammenhanglos Satzfetzen; bilden Gemeinschaften Wurden bei der ersten Erkundung entdeckt; Personal soll Instanzen untersuchen und dokumentieren
XXX-DE-A-4 Der Forscher Eine unbekannte Entität in einem unidentifizierbaren Schutzanzug; starkes Interesse für Personal Vermutlich feindselig; versetzt andere A-Instanzen in Unruhe, wenn es eine „Angriffsphase“3 beginnt; Motivation nicht bekannt; Ausrüstung soll sicher gestellt werden Werkzeug wird noch untersucht
XXX-DE-A-5 Oktopoden Oktopoden, die in der Luft schweben; nutzen offenbar Gase, welche sie scheinbar erzeugen können, um wie ein Heißluftballon; grau-grüne Färbung; normalerweise eher träge, verhalten sich aber in der Nähe von A-4 sehr angriffslustig Da Personal nur Kadaver sichern konnte, ist die Physiologie noch teils unerforscht; es wird dem Personal geraten, sich wenn möglich von diesen Instanzen fernzuhalten
XXX-DE-A-6 Wächter Gestalt eines hochgewachsenen Menschen; orange Augen Nur von weitem beobachtet; trotz seines/ihres scheinbar starken Interesses kaum näher als 200 m an den Bunker gekommen
XXX-DE-A-7 Galgenvögel Gestalt eines übergroßen Rabenvogels; orange Augen; Flügel bestehen aus einem metallartigen4 Substanz, können trotz aerodynamischer Unmöglichkeit von Metallflügeln fliegen Feindlich gesinnt
XXX-DE-A-8 Husky Ein 4 Meter hoher Canis lupus familiaris (Siberian Husky). Reagiert ängstlich gegenüber Einheiten; reagiert neutral gegenüber anderen
XXX-DE-A-9 Knochenbrecher Ungefähr 3 Meter lange Entitäten, die Ähnlichkeit mit Hyänen aufweisen; unter allen A-Instanzen am häufigsten anzutreffen5; Treten meist in Rudeln von ca. zehn auf; Zähne üben Druck von 5,2 GPa aus6; Eckzähne wachsen nach Verursacher von Vorfall XXX-DE-V2; Bisher 5 Instanzen werden in einem Zellenkomplex gefangen gehalten und deren Zähne für Strahlenschutzanzüge benutzt7

Nachtrag XXX-DE-2: Nach dem Tod von D-2312, D-3124 und Feldforscher Dr. Eysberch wurden SCP-XXX-DE-A-Instanzen (zwei A-3 und eine A-2) entdeckt, die den Verstorbenen glichen, einschließlich modifizierter Ausrüstung. Da sie wiedererkannt wurden, was an sich ungewöhnlich ist, wurden sie als eigene Variante aufgenommen. Sie verhielten sich auch aktiver, verfolgten Personal und versuchten mit diesen zu interagieren. Forschungen laufen.

Nachtrag XXX-DE-3/A: Am 20.0█. ████ manifestierte sich in unserer Welt eine SCP-XXX-DE-A-4-Instanz im Schlafzimmer des Hotels, das über SCP-XXX-DE befand und stand für etwa 15 Minuten am Fenster. Wie es wieder verschwand, ist nicht bekannt. Es befand sich ein Zeuge im Hotel, welcher mit Amnesikum der Klasse B behandelt wurde.

Nachtrag XXX-DE-4: Am 1.0█. ████ schalteten sich alle Radios, Stereoanlagen und ähnliche Geräte in einem Umkreis von 20 Metern selbstständig an und für 18 Minuten kommunizierte SCP-XXX-DE-A-1 mit verschiedenen Zivilisten, bevor das Foundationpersonal die Lage wieder unter Kontrolle brachte und jegliche betroffenen Geräte abschaltete. SCP-XXX-DE-A-1 sagte, Sie und ihre Freunde wollen uns "besuchen kommen". Es konnte als ein PR-Gag des Bundesbankbunkers Cochem in den Medien abgetan werden, was für einen Monat für eine erhöhte Anzahl von Besuchern führte.

Ich ahne Schlimmes. Ich kann paranoid sein, aber dass die SCP-XXX-DE-A-Instanzen aktiver werden, ist für mich ein Vorbote. Auch ist es ziemlich gefährlich, dass die -A-Instanzen es warum auch immer schaffen, in unsere Welt zu kommen. Entweder ist die Eindämmung undicht oder es ist ein anomaler Effekt, der auch unseren Vorgängern zu schaffen gemacht hat. Jedenfalls müssen wir einen Weg finden, dass es uns nicht das Leben schwer macht. Und zwar schnell. Ich schlage vor, dass wir ein Team von meinen Jungs dahin zu einer Erkundung schicken - wir benötigen nur neumodische Strahlenschutzanzüge.

~ Dr. Bukra, MTF DE2-𝔄 Kommandant Midén,

Anhang XXX-DE-1: Es folgen [3] Erkundungen in die Anderswelt, ausgeführt von diversen MTF DE2-𝔄 Feldagenten, immer angeführt von MTF DE2-𝔄 Kommandant Midén.

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